Der Architecture Club hat für die polnische Künstlerin Monika Sosnowska ein Skulpturenstudio mit markierten Betonwänden und riesigen Fenstern fertiggestellt.

Das 150 Quadratmeter große Studio in Warschau wird von seinen Architekten als „großzügiger, lichtdurchfluteter Raum für ungestörtes Experimentieren“ beschrieben..

Es ist eine fünf Meter hohe Betonkiste mit großen, maßgeschneiderten Fensterwänden an der Nord- und Südseite.

Verdeckte, verstärkte Glaselemente auf der Südseite mit Blick auf die Straße. Dies verhindert, dass Passanten sehen, was sich darin befindet, und verhindert, dass Sosnowska während der Arbeit abgelenkt wird. Es hilft auch, die helle Mittagssonne subtil zu verbreiten.

Die Verglasung an der Nordseite des Gebäudes ist eisenarm und daher besonders transparent. Es bietet einen klaren Blick auf den Garten, der als ständig wechselnde Kulisse für die im Studio ausgestellten Skulpturen dient.

„Wir haben in unserer ersten Diskussion drei Optionen vorgestellt, und ein solider Würfel war eine davon“, erklärte Pawel Krzeminski, der zusammen mit Partnerin Karolina Slawecka den Architecture Club leitet.

Krzeminski sagte, dass dieses Konzept, dessen Grundvolumen durch einige Wände und eine Dachplatte definiert wird, sich richtig anfühlte. Sie haben es im Verlauf des Projekts sogar weiter vereinfacht.

„Durch die Einführung von zwei großen offenen Fassaden blieben uns im Grunde zwei Wände und eine Dachplatte“, sagte er zu Dezeen.

„Das Projekt hat nichts mit trendigen Extrusionen zu tun“, fügte er hinzu. „Es geht darum, Architektur zu den Grundkonzepten zu bringen, zu einem minimalen Designalphabet aus Wänden und Platten. Der Rest ist der Raum dazwischen.“

Die Betonwände und -decken wurden gegen Holzbretter gegossen, wodurch innen und außen eine organische Textur entstand. Dies steht im Gegensatz zur glatten Oberfläche des polierten Betonaggregatbodens.

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Drei Stahl-I-Träger tragen das Dach und enthalten Beleuchtungskörper. Sie sollen aber auch zusätzliches Gewicht tragen, damit Sosnowska sie als Kran zum Aufhängen ihrer Arbeit verwenden kann.

Einige große Holzelemente wurden ebenfalls für den Raum entworfen. Eine freistehende Eichentrennwand enthält eine Küche, eine Toilette und einen Abstellraum, während ein sechs Meter langer Tisch neben dem Nordfenster verläuft.

Weitere Details sind ein nach Süden ausgerichteter Fensterplatz mit einem darin verborgenen Heiz- und Kühlsystem.

„Die Einführung von Südlicht in das Atelier eines Künstlers war experimentell, aber konzeptionell war es das, was wir wollten“, sagte Krzeminski.

„Am Ende erwies sich die Mischung aus Nord- und Südlicht als äußerst interessant für den Raum.“

Krzeminski und Slawecka gründeten 2017 den in Basel ansässigen Architekturclub. 2019 schlossen sie das Atelier Monika Sosnowska ab.

Das Projekt beinhaltete auch den Bau eines Holzlagerschuppens, der ebenfalls zum Garten zeigt.

Die Fotografie stammt von Hélène Binet.