Durchscheinende Polycarbonatplatten umhüllen das Beton- und Holzlabor des Karlsruher Instituts für Technologie von Behnisch Architekten.

Das Labor befindet sich auf dem nördlichen Campus des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) an einem Ort, der früher für Experimente mit Solarenergie genutzt wurde.

Die gewellte Kunststoffverkleidung und das markante unregelmäßige Dach erinnern an die Industriegebäude, die es umgeben.

Behnisch Architekten teilte den Raum in zwei Teile, um einen Bereich für Laborexperimente mit konventionelleren Arbeitsbereichen zu kombinieren.

Eine große Testhalle mit doppelter Höhe bietet Platz für zwei Räume – die Power-Hardware in the Loop (PHIL) und das Smart Energy System Control Laboratory (SESCL) sowie einen Montagebereich.

Neben der Halle verläuft ein dünner Streifen Vorbereitungs- und Büroräume.

Die getrennten Büro- und Laborbereiche sind durch das, was das Studio als Glasvorraum beschreibt, getrennt.

Dieser Eingangskorridor verläuft neben den Büros und überblickt die Testhalle durch eine Glastrennwand, die einen Blick zwischen den beiden ermöglicht.

Eine einfache Stahl- und Holztreppe und ein Aufzug führen in das zweite Stockwerk des Bürobereichs.

Das zweite Stockwerk überblickt die Halle von oben und öffnet sich zu einer dünnen Brücke, die zu einer erhöhten Stahlgalerie gegenüber führt.

Durch einen Sichtbetonrahmen kann die Halle säulenfrei sein, und eine sekundäre Holzkonstruktion stützt das Dach und schafft innere Trennwände.

Oberlichter unterstreichen das gezackte Dach.

Die Halle und ihr Dach sind mit Spanplatten ausgekleidet und bilden einen subtilen Kontrast zu den Bürobereichen, die aus weiß gestrichenem Holz gefertigt sind.

Äußerlich ist diese Unterteilung in den Räumen durch die Polycarbonatverkleidung sichtbar.

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Diese äußere Schicht ist für die Hallenräume durchscheinend und in den Büros innen mit Holz ausgekleidet, wodurch ein undurchsichtiges, silbernes Äußeres entsteht, das durch kleine Fenster gekennzeichnet ist.

„Die Halle und das Sägezahndach sind großzügig mit Polycarbonatplatten verkleidet, die eine gleichmäßige Menge Tageslicht in den gesamten Testbereich lassen“, sagte das Studio.

„Fensteröffnungen an bestimmten Stellen der Bürofassade ermöglichen mit ihrem unauffälligen Design eine selektive Beleuchtung der Innenräume.“

Nachts erzeugt diese Verkleidung ein laternenartiges Leuchten aus der Testhalle, das durch die Schatten des Holzrahmens und des Stahlstegs belebt wird.

Behnisch Architekten mit Sitz in Stuttgart hat bereits mehrere Bildungs- und Universitätsprojekte abgeschlossen, darunter eine Renovierung der Wirtschaftsschule der Portland State University und einen holzverkleideten Kindergarten in Heidelberg.

Die Fotografie stammt von David Matthiessen.

Projektkredite:

Klient: Facility Management, Karlsruher Institut für TechnologieArchitekt: Behnisch Architekten, Stuttgart